Ein langer Kampf in die beitragsfreihe KiTa

Rot-Schwarz-Grün einigt sich in den Koalitionsverhandlungen über beitragsfreie Kita in Brandenburg

Brandenburg. Es ist ein langer Kampf gewesen, bis dieser Meilenstein nun endlich greifbar ist. Seit Jahren engagieren sich die Eltern organisiert in Elternbeiräten auf Kommunal-, Kreis- und Landesebene für die Beitragsfreiheit in Kindertageseinrichtungen, weil auch die frühkindliche Bildung einkommensunabhängig befreit von Gebühren sein muss. 

Ab 2022 sollen die beiden letzten und ab 2024 die letzten drei Kitajahre beitragsfrei sein. 600 Millionen Euro will sich die Koalition die Beitragsfreiheit kosten lassen. Die Beitragsfreiheit und der verbesserte Betreuungsschlüssel auf 1:4 bei den unter Dreijährigen und 1:10 bei den Drei- bis Sechsjährigen wird das Land jährlich etwa 200 Millionen Euro zusätzlich kosten. 

Gut investiertes Geld wie ich finde, denn Bildung ist der Schlüssel der Zukunft. 

Während der letzten Wochen der Sondierungsgespräche und Koalitionsverhandlungen zeichnete sich nicht ab, dass die Beitragsfreiheit kommen wird. Im Gegenteil, es wurde fleissig zurückgerudert was den drei Parteien heftige Kritik eingebracht hatte. Umso schöner, dass es nun doch aufgenommen wurde und umgesetzt werden soll.

Zuletzt hatte der Landeselternbeirat für Kindertagesbetreuung Brandenburg (LEBK) im August dieses Jahres eine Petition für mehr Qualität und Beitragsfreiheit in der Kindertagesbetreuung ins Leben gerufen, die mit 11.667 Unterstützern aus Brandenburg das Ziel von 8.700 für das Quorum deutlich übertroffen hat. 

Ein großer Dank allen engagierten Eltern im Land Brandenburg und besonders Danilo Fischbach, der die Initiative einst auf die Beine gestellt und die Elternbeiräte auf Kommunal-, Krei-, Landes- und Bundesebene aufgebaut hat. Es zeigt, das Engagement, Hartnäckigkeit und Diplomatie am Ende siegen können.


Ihr Dennis Hentschel

Gemeindevertreter
Mühlenbecker Land

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