Klimanotstand und Klimamanager im Mühlenbecker Land

Nachhaltiger Umwelt- und Klimaschutz sollte auch vor dem Mühlenbecker Land nicht halt machen und muss mit Verstand und Augenmaß durchgeführt werden.

Es wird aktuell sehr viel über Klima- und Umweltschutz gesprochen, diskutiert und zerredet. Teilweise driften einige Diskussionen vom eigentlichen Sachverhalt ab und landen in endlosen Pro- und Kontraschleifen. 

Aber was ist eigentlich Umwelt- und Klimaschutz? 

Umweltschutz (umgangssprachlich auch Ökologie) bezeichnet die Gesamtheit aller Maßnahmen zum Schutze der Umwelt, um die Gesundheit des Menschen zu erhalten.

Klimaschutz ist der Sammelbegriff für Maßnahmen, die der durch den Menschen verursachten globalen Erwärmung entgegenwirken und mögliche Folgen der globalen Erwärmung abmildern (Mitigation) oder verhindern sollen.


Greta hat sich auf den Weg gemacht, um die „Welt“ zu ermahnen und für besseren Klimaschutz zu kämpfen. Soweit so gut. Aber das Thema nimmt mittlerweile Dimensionen an, die weit über das eigentliche Ziel hinausschießen. Es baut sich eine regelrechte Front auf, die Hals über Kopf dem Aktionismus verfällt. Einige Gemeinden oder Städte gehen soweit und rufen den Klimanotstand aus, um ein Zeichen zu setzen. Aber das ist nach meiner Meinung der falsche Weg und verbessert das Klima nicht.“

Umweltschutz ist eine wichtige Sache und sollte auch eine wesentliche Rolle in der kommunalen Politik spielen. Mit nachhaltigen Konzepten und dem nötigen Fokus auf das Ziel muss kurz-, mittel- und langfristig agiert, nachhaltig kontrolliert und immer wieder hinterfragt werden. 

Ist der Klimanotstand für das Mühlenbecker Land die Lösung, um die Umwelt zu schützen und das Klima zu verbessern? 

Ich sage nein. Das ausrufen des Klimanotstands bringt nicht den aktiven Umweltschutz den „wir“ benötigen. Es ist ein Mittel zum Zweck und beruhigt höchstens das Gewissen für verschlafene Zeiten. Es ist wichtig, dass ernsthaft gehandelt wird, anstatt medienwirksam für Gutes zu werben. Denn wir können im Mühlenbecker Land das Klima nicht maßgeblich beeinflussen, welches nicht hier maßgeblich ins Ungleichgewicht gebracht wird. Wir können aber unseren Beitrag für Umweltschutz durch Verbesserung und Wiederaufbau leisten – ganz ohne Klimanotstand!

Im Jahr 2015 beschloss die Gemeinde Mühlenbecker Land, ein kommunales Klimaschutzkonzept zu erarbeiten welches im Jahr 2018 fertiggestellt wurdet. Ab der Seite 91 werden empfohlene Maßnahmen aufgeführt, um die CO2 Bilanz der Gemeinde zu verbessern. Ab Seite 134 ist dies zusammengefasst.
Was wurde bisher davon umgesetzt? 

Ist das einstellen eines Klimaschutzmanagers die Lösung? 

Ich sage nein. Der Klimaschutzmanager ist nicht die Lösung die wir uns erhoffen. Denn „gewonnen und verloren wird zwischen beiden Ohren“ (Boris Becker) und das fängt bei unserer Einstellung zu den Themen an.

Solange beispielsweise Plastikflaschen in den Gremien stehen, solange die Gemeinde teils mit alten Fahrzeugen fährt, solange beim papierlosen Sitzungsdienst die Einladungen noch per Post verschickt werden, solange …, solange wir die Punkte aus dem Klimaschutzkonzept nicht vollständig umgesetzt haben, haben wir noch genug woran wir arbeiten können und sollten. 

„Umwelt- und auch Klimaschutz fängt vor der eigenen Haustür an und jeder weiss mindestens fünf Punkte wo er selbst anfangen kann.“ 

Nähere Informationen zum Klimaschutzkonzept finden Sie auf der Webseite der Gemeinde Mühlenbecker Land. 


Ihr Dennis Hentschel

Gemeindevertreter
Mühlenbecker Land

Schreibe einen Kommentar